Pressemitteilung Januar 2002Webdiagnose prüft Internetseiten auf Herz und NierenAls Erweiterung ihres Angebots hat die Berliner Technologie-Agentur theCo.de einen neuen Service-Bereich geschaffen. Nun hat das Webdiagnose-Team eine Studie zur Usability von Online-Angeboten durchgeführt. Die Stichprobe umfasst rund 1500 Webseiten, die anhand von 800 Symptomen auf die wichtigsten Internet-Krankheiten untersucht worden. Fazit der Studie: Es krankt an Benutzerfreundlichkeit. Sie ist für viele Webseiten-Anbieter noch längst kein Standard, sondern ein vernachlässigter Luxus. Im eigenen Auftrag untersuchte Webdiagnose im letzten Jahr etwa 1500 Webseiten, knapp die Hälfte waren Seiten von Webdesign-Anbietern. Überraschender Weise ließen sich allerdings keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Stichproben bezüglich der Fehlertypen feststellen. Ihren Untersuchungsschwerpunkt setzte die Agentur dabei nicht nur auf Benutzerfreundlichkeit unter psychologischen Gesichtspunkten, sondern bezog gleichermaßen die technischen Voraussetzungen in die Auswertung mit ein. Wie die Ergebnisse zeigen, liegen die größten Fehler in den technischen Details. So sind schlechte Wartung und unprofessionelle Programmierung mit einer Häufigkeit von 80 Prozent überrepräsentiert. Ein Fehlertyp, der hauptsächlich bei großen Webdesign-Agenturen gefunden wurde, ist die Optimierung einer Seite auf spezielle Browser oder Plattformen in bestimmten Versionen. Die inzwischen zur Binsenweisheit gewordene Feststellung, dass technisch auf höchstem Niveau konstruierte Seiten nur bei einem geringen Prozentsatz der Benutzer funktionieren, wird immer noch von nahezu 30 Prozent der Webdesigner ignoriert. Ein überhöhter Kenntnisstand der User wird dabei ebenso vorausgesetzt wie ein hohes Maß an technischer Ausrüstung der Computer. Zu den weiteren Fehlerquellen zählen ein zu komplexes und unübersichtliches Oberflächendesign und Aufforderungen zu bestimmten Vorarbeiten, wie das Installieren spezieller Plugins. Beide Fehlertypen traten mit einer Größenordnung von 25 Prozent auf. Die zur Untersuchung herangezogenen 800 Kriterien ermittelten die Webdiagnostiker aus der Auswertung von über 150 Studien zur Usability und aus der langjährigen eigenen Branchenerfahrung. Die so gewonnenen technischen und nutzerpsychologischen Fehlerkritertien verwertet Webdiagnose in ihren verschiedenen Analysemodulen individuell weiter. Als Internet-Service-Agentur hat sich Webdiagnose seit Anfang 2001 nicht nur das Testen von Usability auf die Fahnen geschrieben, sondern auch die grundlegende Beratung anhand konkreter Verbesserungsvorschläge. Die Webdiagnostik-Crew bestehend aus Technikern, Software-Ergonomen und Psychologen vereint Synergien verschiedenster Fachrichtungen und ermöglicht einen Rundum-Check von Online-Angeboten, der Web-Krankheiten an den Kragen geht. Berlin, Januar 2002 |
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